Reiseplanung

Beste Reisezeit für Hurghada, El Gouna und Marsa Alam

Am Roten Meer gibt es keine wirklich schlechte Reisezeit – aber es gibt Monate, in denen bestimmte Ausflüge deutlich angenehmer sind als andere. Dieser Überblick zeigt dir, was dich Monat für Monat erwartet und wann du welche Tour am besten einplanst.

Die kurze Antwort

Wenn du beides willst – warmes Wasser und erträgliche Temperaturen an Land –, sind März bis Mai und September bis November die besten Monate. Dann liegt die Lufttemperatur tagsüber meist zwischen 25 und 32 Grad, das Wasser hat rund 24 bis 28 Grad, und auch eine Wüstensafari oder ein langer Tag in Luxor ist gut auszuhalten.

Im Hochsommer (Juni bis August) wird es an Land heiß, oft über 38 Grad. Bootstouren funktionieren dann weiterhin sehr gut, weil auf dem Wasser fast immer Fahrtwind geht. Kultur- und Wüstenprogramme solltest du in diesen Monaten möglichst auf den frühen Morgen oder den späten Nachmittag legen.

Im Winter (Dezember bis Februar) ist es tagsüber mild mit etwa 21 bis 24 Grad und abends spürbar kühl. Das Wasser fällt auf rund 21 bis 23 Grad – zum Schnorcheln reicht das vielen Gästen nur mit Shorty oder Neoprenanzug. Dafür sind die Tempel in Luxor und die Pyramiden in Kairo im Winter am angenehmsten zu besichtigen.

Frühling: März bis Mai

Der Frühling ist für viele die ideale Zeit. Die Luft erwärmt sich von rund 25 Grad im März auf gut 33 Grad im Mai, das Wasser klettert von etwa 22 auf 26 Grad. Die Riffe sind gut sichtbar, die Boote noch nicht so voll wie im Sommer, und die Wüste ist am Nachmittag angenehm statt glühend.

Ein Punkt gehört zur Ehrlichkeit dazu: Im Frühjahr kann der Chamsin wehen, ein heißer Wind aus der Sahara, der Sand in die Luft trägt und die Sicht trübt. Solche Tage sind selten und dauern meist nur ein bis zwei Tage, können aber eine Bootstour verschieben. Plane deshalb keinen Ausflug auf den letzten Urlaubstag, wenn er dir wirklich wichtig ist.

Gut geeignet in dieser Zeit: alles. Inseltouren, Schnorcheln, Quad-Safari, Luxor und Kairo lassen sich im Frühling ohne Einschränkung kombinieren.

Sommer: Juni bis August

Der Sommer ist Hochsaison für Wasserratten. Das Meer erreicht 28 bis 30 Grad und fühlt sich eher wie eine Badewanne als wie Abkühlung an. Über Land steigen die Temperaturen regelmäßig über 38 Grad, in Luxor und Kairo noch höher – dort ist es trocken, aber die Sonne steht senkrecht und Schatten ist rar.

Wer im Sommer reist, sollte Bootstouren bevorzugen: Der Fahrtwind macht den Unterschied, und an den Schnorchelstopps bist du ohnehin im Wasser. Wüstensafaris starten in diesen Monaten meist erst am späten Nachmittag, damit der Rückweg in die Dämmerung fällt.

Für Kulturausflüge gilt im Sommer: früher Start, viel Wasser, Kopfbedeckung – und lieber die private Variante mit klimatisiertem Fahrzeug und flexiblen Pausen als eine große Busgruppe mit festem Zeitplan.

Herbst: September bis November

Der Herbst ist die zweite ideale Reisezeit und für viele die beste überhaupt. Das Wasser ist vom Sommer noch aufgeheizt (rund 28 Grad im September, 26 Grad im November), während die Lufttemperatur Woche für Woche angenehmer wird.

Im Oktober und November treffen sich zwei gute Bedingungen: warmes Meer und ein Tagesausflug nach Luxor, der nicht zur Belastungsprobe wird. Wenn du auf deiner Reise sowohl schnorcheln als auch Tempel sehen willst, sind das die stärksten Monate des Jahres.

Marsa Alam liegt weiter südlich und ist im Herbst spürbar wärmer als Hurghada – ein Vorteil, wenn du bis in den November hinein ohne Neopren schnorcheln möchtest.

Winter: Dezember bis Februar

Der Winter am Roten Meer ist mild, aber kein Badewetter im mitteleuropäischen Sommersinn. Tagsüber sind 21 bis 24 Grad üblich, nachts kann es auf 12 Grad abkühlen. Der Wind macht dabei mehr aus als das Thermometer: An windigen Tagen wirkt es auf dem Boot deutlich kühler, als es ist – ein Windbreaker gehört ins Gepäck.

Das Wasser hat rund 21 bis 23 Grad. Zum Schnorcheln reicht das vielen mit einem dünnen Neoprenanzug, den die Veranstalter meist an Bord haben. Wer empfindlich ist, verlegt den Schwerpunkt im Winter auf Kultur und Wüste.

Und genau da liegt die Stärke der Wintermonate: Luxor, Kairo und der Colored Canyon sind im Januar deutlich angenehmer zu besichtigen als im Juli. Wer wegen der Pyramiden nach Ägypten kommt, reist am besten zwischen November und März.

Unterschiede zwischen den Orten

Hurghada und die Buchten südlich davon (Sahl Hasheesh, Makadi Bay, Safaga) haben ein sehr ähnliches Klima. El Gouna liegt etwas nördlicher und ist in der Regel ein wenig windiger – gut für Kite- und Windsurfer, gelegentlich unruhiger auf dem Boot.

Marsa Alam ist der wärmste der großen Urlaubsorte am Roten Meer: im Schnitt zwei bis drei Grad über Hurghada, mit entsprechend längerer Badesaison. Sharm El Sheikh auf dem Sinai ist im Winter minimal wärmer als Hurghada, kann in den Bergen (Berg Sinai, Colored Canyon) nachts jedoch empfindlich kalt werden.

Ein Faktor, der nichts mit dem Wetter zu tun hat: Der Ramadan verschiebt sich jedes Jahr um rund elf Tage nach vorn. In dieser Zeit finden Ausflüge normal statt, Abläufe und Essenszeiten können aber angepasst sein. Wir weisen in der Bestätigung darauf hin, wenn dein Termin betroffen ist.

Welcher Ausflug passt zu welcher Jahreszeit?

Als Faustregel: Wasser im Sommer, Kultur im Winter, alles im Frühling und Herbst. Wenn du nur eine Woche hast, plane den Kulturtag früh in der Reise ein – dann bleibt bei Wind oder Wetterumschwung noch Spielraum für die Bootstour.

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Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wann ist das Wasser am Roten Meer am wärmsten?

Von Juli bis September liegt die Wassertemperatur bei rund 28 bis 30 Grad. Im Februar und März ist sie mit etwa 21 bis 22 Grad am niedrigsten.

Welcher Monat ist der beste für Ägypten?

Für die Kombination aus Baden und Ausflügen sind Oktober und April die stärksten Monate: warmes Wasser und Temperaturen an Land, bei denen auch Luxor oder eine Wüstensafari angenehm bleiben.

Kann man im Winter in Hurghada baden?

Ja, das Wasser hat rund 21 bis 23 Grad. Viele Gäste schnorcheln dann mit einem dünnen Neoprenanzug, der bei Bootstouren meist an Bord verfügbar ist.

Regnet es in Hurghada?

Sehr selten. Niederschlag fällt an wenigen Tagen im Jahr, meist im Winter und dann nur kurz. Planungsrelevanter als Regen ist der Wind.

Bereit für die Buchung?

Alle im Artikel genannten Ausflüge lassen sich unverbindlich anfragen: Du erhältst Termin, Abholzeit und Endpreis persönlich bestätigt und zahlst erst vor Ort in bar.

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